Was Weiter Lebt

Ich trage Lebende und Tote in mir, und ich nehme an, dass auch ich in der gleichen Weise für andere jemand bin, in dem sie sich selbst erkennen. Oder dies taten als sie noch lebten. Aus Henning Mankell: Treibsand, München, 2015

Ein Projekt im Krematorium Nordheim, April bis Oktober 2018

Ich habe FreundInnen und Bekannte gebeten, mir eine Foto einer/ eines Verstorbenen zu schicken und mir etwas darüber zu schreiben, was von dieser Person in ihnen weiterlebt. Beinahe 60 Personen haben das Thema aufgenommen und mir eine Foto und einen Text geschickt. Die Fotos habe ich als Vorlagen benutzt für Porträts auf den Glasflächen im Krematorium. Die Texte waren an der Ausstellung in einer kurzen und sind in einer Broschüre in einer längeren Version zu lesen.

Die Ausstellung war eine vergängliche Installation. Nach 6 Monaten wurden die Bilder wieder entfernt. Eine Publikation erscheint im Frühling 2020.  

Fotos und Video von Jakob Ineichen.

> Broschüre mit Texten und Bildern
> Bericht von Patricia Senn in der Quartierzeitung "Wipkinger" vom 28. Juni 2018

Der Aufbau
In 5 Abenden/ Nächten habe ich die 60 Porträts an Ort mit Hilfe eines Beamers gemalt.

Die Ausstellung
Porträts in Gouache auf Glas, ca. 80x80cm; Texte auf Karton, 20x20cm, April bis Oktober 2018 

Der Abbau
Am 15. Oktober 2018 haben wir zu siebt die Porträts abgekratzt und das blaue Farbpulver eingesammelt.

Der Abschluss
Ein Jahr später, am 17. November 2019, haben wir das blaue Farbpulver auf einem grossen Bogen Aquarellpapier dem Regen übergeben. Entstanden ist ein dreiteiliges "Regenbild".

Das Regenbild
dreteilig, Wasserfarbe und Regen auf Papier, je 150x150cm



Die Entstehung des Regenbildes
Video von Jakob Ineichen, 4:26